Archiv für den Monat: März 2016

Genug vom Wahlkampf?

Wenden wir uns wieder den wichtigen Dingen des Lebens zu:

Die Kettenregel:

ein Beispiel gefällig?

Bitte sehr:

f(x)=(x3+4)2

Die äußere Funktion ist: g(x)=x2→g′(x)=2x

Die innere Funktion ist: h(x)=x3+4→h′(x)=3×2

Jetzt setzen wir entsprechend in die Formel ein

f′(x)=g′(h(x))⋅h′(x)

f′(x)=2(x3+4)⋅3×2=6×2(x3+4)

Noch Fragen Kienzle?


Oder allgemeiner:
Seien A ⊆ ℝl; B ⊆ ℝm; C ⊆ ℝn; f : B → C differenzierbar; g : A → B differenzierbar.
Nun ist h : A → C, h = f ∘ g ebenfalls differenzierbar und es gilt:
$$J_h(\vec x) = J_{f \circ g}(\vec x) = J_f(\vec g(\vec x)) \cdot J_g(\vec x)$$

Beispiel:
$\vec f(x, y) = \begin{pmatrix}
x + y\\
e^x\\
sin(y)
\end{pmatrix}$, $\vec g(t) = \begin{pmatrix}
t\\
t^2
\end{pmatrix}$, dann ist $\vec h(t) = \begin{pmatrix}
t + t^2\\
e^t\\
sin(t^2)
\end{pmatrix}$
Folglich gilt:
$ J_f(x, y) = \begin{pmatrix}
1 & 1\\
e^x & 0\\
0 & cos(y)
\end{pmatrix}$, $ J_g(t) = \begin{pmatrix}
1\\
2t
\end{pmatrix}$, $ J_h(t) = \begin{pmatrix}
1 + 2t\\
e^t\\
cos(t^2) \cdot 2t
\end{pmatrix}$
Nachrechnen zeigt, dass $J_h(t) = J_f(x, y) \cdot J_g(t)$, mit der Substitution x = t, y = t2

Man kann das auch noch auf Differentialformen erweitern…


Bürger in Dieburg kommen zu Wort

… wie heute dem “Darmstädter Echo” zu entnehmen ist. Wir hatten ähnliches schon vor einem Jahr vorgeschlagen. Das wurde aber von einer grossen Fraktion im Parlament  abgelehnt. Noch heute werden diese Änderungen in der Geschäftsordnung als “Chaos” bezeichnet. Die Kollegen in Dieburg sind da doch schon etwas forschrittlicher. Diese haben der Fragestunde allgemein bereits zugestimmt, und wollen nun die Regeln vereinfachen. Sie wurde bisher zu wenig genutzt.

Wie ein Kommentator in der Online Ausgabe des Echos treffend bemerkt, ist die  Ausgrenzung der aktuellen Themen der Tagesordnung doch weltfremd. Gerade diese Themen interessieren möglicherweise die Menschen, darauf sind die Parlamentarier vorbereitet. Alles andere ist am Bedürfnis der Bevölkerung vorbeigeplant.

Mit Volldampf in die Zukunft?

Manche Parteien zeigen im Wahlkampf wie sie wirklich ticken. Es sind nicht die markanten Worte, die gewählt werden, nein, es sind die Bilder oder das Beiwerk, die man ausgesucht hat, um mit Wählern in Kontakt zu treten.

 

Seit ein paar Wochen prangt schon ein Bild mit einem Sonnenaufgang und Odenwälder Lieschen an jedem zweiten Reinheimer Laternenpfahl. Ob sich die Partei also eine Zukunft des Eisenbahnverkehrs nach Reichelsheim wünscht?  Das wäre ja nicht sonderlich schlimm, aber muss es ausgerechnet eine Dampflok sein?  Die Rauchgase sind bestimmt nicht sehr umweltfreundlich, ausserdem müssen dann alle Reinheimer viel öfter ihre Fenster putzen, weil das Zeug sich überall niederschlägt.

 

Und was würden die Grünen dazu sagen? In ihrem Wahlprogramm haben wir nichts zu einer Wiederaufnahme des Dampflokverkehrs gefunden. Dagegen ist eine Eintrübung des Solargeschäfts zu erwarten, da die Dampfwolken die Sonneneinstrahlung auf die zahlreichen Solarmodule auf Reinheimern Dächern vermindern werden.

 

Ob die geplanten, aber von den Menschen abgelehnten Windräder dann noch genügend Energie einfangen können, wenn schon Dampfrösser im Tale Rauch und Russ spucken, steht ohnehin in Frage.

 
Die Zukunft Reinheims darf nicht rückwärts gewandt sein. Auch die Symbolik im
Wahlkampf zeigt das Denkmuster der Parteien. Wer nur in Traditionen denkt,
kann nicht die Zukunft aktiv mitgestalten.

Sinneswandel der SPD erfreut den Reinheimer Kreis

Wahlkampfzeiten sind besondere Zeiten. Das können wir derzeit auch wieder an der SPD erkennen, die sich noch vor wenigen Monaten für eine Anhebung (!) der Kindergartengebühren ausgesprochen hat, weil der “Deckungsbeitrag der Eltern”, so wörtlich, zu niedrig sei – und die jetzt, weil es von der Landespartei so vorgegeben wird, plötzlich für die völlige Abschaffung der Kitagebühren (zum Jahr 2021!) ist. Wunderbar, sagen wir da vom Reinheimer Kreis. Das wollen wir auch und das können wir unterstützen.  Mal sehen ob dieser Sinneswandel auch nach der Wahl noch anhält. In ihrem “Wahlprogramm” nimmt die SPD übrigens explizit nur die Kitagebühren von Erhöhungen aus, alle anderen nicht. Wir fragen uns, was das wohl bedeutet?
Welche Gebühren werden nach der Wahl erhöht?

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