Hartz IV in Reinheim

Der Reinheimer Kreis informiert!

 

Eine stattliche Anzahl interessierter Bürger-/innen hörten am vergangenen Freitag den einstündigen Vortrag von Werner Bischoff über „Hartz IV – Reinheim und die REGE“. Bischoff gab einen umfangreichen Einblick  in das Ehrenamt der REGE und deren vielfältige Aufgaben. Mit der Vielzahl der Anträge sowie der einzuhaltenden Vorschriften seien selbst die Mitarbeiter/innen in der Kreisagentur für Beschäftigte (KfB) mit über 200 zu betreuenden Fällen je Sachbearbeiter unweigerlich überfordert.

Dies führt im Alltagsgeschäft zu Problemen, Fehlern und Reibungsverlusten.
Daher ist es aus Sicht des Reinheimer Kreises wichtig, dass es eine Organisation wie die REGE gibt, welche den Betroffenen in solchen Fällen unterstützend zur Seite steht. Der Erfolg und die Notwendigkeit lassen sich sehen: In den vergangenen Jahren konnten insgesamt rund 150.000 €, welche den Betroffenen zustanden, aber nicht ausgezahlt wurden, nach Klärung der Einzelheiten bei der KfB sowie vor Sozialgerichten erstritten werden.

 

Bischoff erläuterte auch die Nachteile des sogenannten Optionsmodells, das im Landkreis Darmstadt-Dieburg umgesetzt wird, da hier der Regelbedarf z.B. für die Miete oft zu gering angesetzt werde und über Jahre bestimmte Leistungen gekürzt oder sogar gestrichen wurden. Die REGE fordert, dass die Kreisagentur eine regelmäßige Sprechstunde in Reinheim abhalten möge, denn es kann nicht sein, dass das Sozialamt in der Stadt Reinheim über Wochen ohne Vertretung komplett geschlossen ist und vor Ort kein Ansprechpartner für soziale Notfälle vorzufinden ist.

 

Dezentralisation sei hier das Schlagwort, da die Erreichbarkeit der KfB in DA-Kranichstein alles andere als vorteilhaft sei.

 

Nach Werner Bischoff gab der Stadtverordnete und  Sozialausschussmitglied Karl Johann für den Reinheimer Kreis (RK) einen Einblick in die manchmal zähe und langwierige parlamentarische Arbeit. So ist der vom RK gestellte Antrag für einen„Gewählten Seniorenbeirat für Reinheim und seine Stadtteile“, analog zumgewählten Ausländerbeirat, bereits seit dem Frühsommer im parlamentarischen Gang. Die Argumentationen gegen den Antrag seien in sich oft widersprüchlich und wirkten z.T. vorgeschoben.

 

Auch der Fraktionsvorsitzende Jörg Rupp berichtete über die intensiveparlamentarische Arbeit des Reinheimer Kreises und erläuterte die aktuellen Anträge und bisherige Erfahrungen, was zu weiteren angeregten Diskussionen mit den Anwesenden führte.

 

Der Vorsitzende des Reinheimer Kreises Werner Göckel bedankte sich mit einem Präsent bei Werner Bischoff  für den interessanten und engagierten Vortrag.Ebenfalls dankte er im Namen des Vorstandes dem seitherigen Vorsitzenden Rolf Johann für einen gelungenen Kommunalwahlkampf und seinem bisherigen Stellvertreter Jörg Retzlaff für den geleisteten Einsatz für die Ziele des Reinheimer Kreises mit einem kleinen Geschenk.

 

Zum Thema „Läuft der Verkehr verkehrt?“ ist eine weitere Veranstaltung am Donnerstag, den 24.11.2016 vorgesehen, denn wir sind sozial, demokratisch und unabhängig.
Werner GöckelWerner Göckel

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