Alle Beiträge von Wolfgang Krenzer

Und die im Dunklen, die sieht man nicht

ja, der Haifisch, der hat Zähne, so beginnt die Moritat von Mackie Messer  in der Dreigroschenoper von Bert Brecht. In Reinheim werden wir wohl kaum mit Haifischen zu tun haben, wohl aber mit denen, die im Dunklen der Gesellschaft stehen.

Die Reinheimer Erwerbslosengemeinschaft, REGE genannt, hatte ihre jährliche Weihnachtsaktion gestartet, und dabei Gutscheine an Hartz IV Empfänger verteilt. Nun hat sich in diesem Jahre die Zahl der Bedürftigen erheblich erhöht, wie die Rege mitteilt.

Es sind dieses Jahr Gutscheine für 750 Menschen verteilt worden, was eine Steigerung von ca. einem Drittel gegenüber dem Vorjahr bedeutet.  Mit anderen Worten, die soziale Schere geht in Reinheim wie in ganz Deutschland immer weiter auf. Das wird mittlerweile in vielen Veröffentlichungen dokumentiert und trägt nicht zuletzt zur Politikverdrossenheit von Abgehängten bei.

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Der Traum geht weiter

Reinheim ohne LKWs, ein Traum, den Anlieger der Darmstädter oder Ueberauer Strasse schon länger träumen. Leider wird es mit der Realität noch viele Jahre nichts werden. Aber warum?

Hessen-Mobil, die Behörde, die den Strassenbau managed, hat eine Verkehrsuntersuchung vorgestellt, die unter anderem die Prognose für die B 426 enthielt. Und da sieht es düster aus. Für den Abschnitt bei Wembach-Hahn wird bis 2030 mit einer Verdopplung des LKW Verkehrs (von heute 1169/24 h auf 2 260/24 h) gerechnet. Hier hat sich der Verkehr seit der letzten Messung um knapp 25 Prozent erhöht.

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Digitalisierung der ländlichen Räume und Digitale Bildung

50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) nicht ausreichend !

Diese Aussage wurde von Kommunalpolitikern bei einer Anhörung im Bundestag vertreten. In einem öffentlichen Fachgespräch des Ausschusses Digitale Agenda vertraten die geladenen Experten die Meinung, die Digitalisierung biete für Kommunen in ländlichen Räumen im Hinblick auf eine bessere Vernetzung und eine Leistungssteigerung der Verwaltung große Chancen. Man war sich einig,  dass der Breitbandausbau im ländlichen Raum an Tempo zunehmen müsse und die in der Digitalen Agenda der Bundesregierung als Minimum aufgeführte Übertragungsrate von 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) nicht ausreichend sei.

Hier gehts zur Anhörung im Deutschen Bundestag

Ebenso unterstützt der Deutsche Städte und Gemeindebund (DStGB) das Vorhaben die Digitale Bildung zu stärken. “Gute Bildung für alle ist die zentrale Aufgabe zur Sicherung des Standortes Deutschland und damit die Zukunftsaufgabe”, schreibt dieser Bund in einer Erklärung. Hierzu ist natürlich der Breitbandausbau wie oben beschrieben von Nöten.

Der DStGB unterstützt den Vorschlag der Bundesbildungsministerin, bis 2021 fünf Milliarden Euro für ein Projekt mit den Ländern „DigitalPakt#D“ zum Ausbau der digitalen Bildung zur Verfügung zu stellen.

Hier gehts zur Erklärung “Digitale Bildung stärken”

 

Kreis Kommunen ziehen positive Bilanz

So titelt das Echo am Dienstag. Die Rede ist von der EXPO REAL in München, eine Immobilienmesse, auf der sich die Landkreise Da-Di, Groß-Gerau und die Stadt Darmstadt dem investitionswilligem und zahlungskräftigem Publikum stellten.

Toll, denkt sich der Leser, werden doch wieder Gewerbeimmobilien gebaut, gibt es neue Arbeitsplätze, und wird damit mehr jüngeres Publikum in die Gemeinden gelockt.

Aber nach einem Absatz kommt dann doch die Ernüchterung: Waren es nur sieben Gemeinden, die “ihr Standortpotenzial zu Markte getragen haben”, wie es das Echo so bildhaft beschreibt.

Dieburg, Groß-Umstadt, Messel, Münster, Ober-Ramstadt und Pfungstadt waren dabei. Reinheim war nicht dabei? Aber warum?

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Hängt Dadina Reinheim ab?

Deutlich schlechtere Verbindungen befürchtet der Verkehrsclub Deutschland (VCD) durch die von der Dadina geplanten Änderungen insbesondere für Reinheim. Die Stadt soll demnach die meisten Schnellbusse nach Darmstadt verlieren, was die Reisezeit aus der Kernstadt, Spachbrücken, Georgenhausen und Zeilhard verlängert und die Attraktivität raubt. Weiterhin müssen die Fahrgäste aus dem Reinheimer Süden nun 15 Minuten am Bahnhof warten, bis ihr Anschlussbus weiterfährt. Die zwangsweise Fahrt über Roßdorf wird für volle Busse sorgen.

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Take back control

Unter diesem Slogan haben die Brexit Befürworter den Wahlkampf um den EU Ausstieg gewonnen. Wer wollte das nicht, die Kontrolle wieder erlangen, die Kontrolle über ein Land was aber von wem kontrolliert wurde?

“Wir haben gegen die großen Konzerne und Banken gekämpft, und ich denke, wir haben gewonnen”, sagte der Chef der britischen Unabhängigkeitspartei Ukip. Macht die EU Politik im Sinne der Menschen oder eher im Sinne der Konzerne? Diese Frage wird hierzulande gar nicht gestellt. Wir sind größtenteils Menschen mit europäisch geprägter Gesinnung. Wird also Groß-Britannien von Konzernen und Banken kontrolliert, der europäische Kontinent aber nicht?

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Es ist (fast) wie immer… nur die 50 Prozent nicht

Volles Haus bei der Parlamentssitzung zum Thema Haushalt mit Grundsteuererhöhung vermeldet der Stadtverordnetenvorsteher, alle gewählten Vertreter der Bevölkerung sind an diesem wichtigen Tage anwesend. Das ist auch bitter nötig, sieht man auf das Endresultat, was nach 23 Uhr in einem Abstimmungsmarathon erzielt wird:

Die Erhöhung der Grundsteuer auf 450 Punkte wird mit 19 Ja und 18 Nein Stimmen ganz knapp angenommen, ebenso wie der gesamte Haushalt.

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TTIP gut für den Verbraucher?

Obama hat sich erbarmt nach  Hannover zu kommen. Das macht einer der mächtigsten Männer der Welt bestimmt nicht ohne Grund. Will er die Verhandlungen zu TTIP wieder etwas beschleunigen oder der Bevölkerung Deutschlands die Angst vor dem Abkommen nehmen?

Man sagt TTIP würde Handelserleichterungen bringen, Firmen könnten Zulassungen für neue Produkte nur einmal beantragen, und könnten dann ihre Erzeugnisse sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks vermarkten. Das Ganze würde dann jede Menge Arbeitsplätze bringen, da ja plötzlich ein viel grösserer Absatzmarkt offen stünde.

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