Breitbandanschluss wirklich für alle ?

„Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig funktionieren“
So die Aussage auf der Seite des Landkreises Darmstadt-Dieburg

Im Oktober habe ich den Selbstversuch gemacht und online erstmal die Verfügbarkeit geprüft und dann eine Order abgegeben. Wenn man unter telekom.de den Reiter „Zuhause“ und dann „Internet“ wählt, kann man dann in der linken Spalte einen Kasten „Verfügbarkeit prüfen“ entdecken und dann diesen auswählen. Jetzt hat man die Wahl entweder mit seiner eigenen Rufnummer zu testen, oder mit der Postadresse. Für Letzteres wählt man jetzt aus „Sie haben keinen Festnetzanschluss bei der Telekom“. Und schon kann man eine beliebige Adresse angeben, und die Verfügbarkeit wird angezeigt. Zu meinem Erstaunen wurde mir eine Verfügbarkeit „bis zu 25 Mbit/s“ angezeigt.

Nun liess ich mich nicht entmutigen und schritt zum Bestellvorgang. Dort wurde erst großzügig eine Geschwindigkeit „bis zu 50 Mbit/s“ angeboten, und erst im letzten Schritt wurde dann kleinlaut erwähnt: die Verbindungsgeschwindigkeit sei 16 Mbit/s bis zu 25 Mbit/s. Das hatte freilich keinerlei Auswirkungen auf das Entgelt, was zu zahlen wäre. Das blieb gleich, egal ob 50 oder 25 Mbit/s geliefert werden. Man stelle sich ein derartiges Verhalten in einem Lebensmittelgeschäft oder an der Tankstelle vor. „Tut uns leid, wir können Ihnen leider nur 25 Liter Benzin liefern, bezahlen müssen Sie aber die volle Summe für 50 Liter.“ Da wäre Aufstand aller Orten.

Als Termin für die Schaltung wurde mir ein Tag genannt, der genau eine Woche voraus liegt. Na prima erhellte sich meine Miene, da musst Du wenigstens auch nicht so lange mehr warten.

Einen Tag später erreichte mich eine Mail, in der mein Begehren für das DSL 25 bestätigt wurde, und man verwies mich für Details auf das „Kundencenter“ was ja auch online einsehbar ist.

Dort angekommen, fiel ich allerdings aus dem Sessel, als ich die sah, dass die Schaltung nicht im mehr wie angekündigt im Oktober stattfinden würde. Auch nicht im neblig-kalten November oder im vorweihnachtlichen Dezember. Nein erst im nächsten Jahre, im Januar sah man sich in der Lage meinem Ansinnen zu folgen, und das DSL frei zu schalten.

 

Aus Interesse habe ich mal weiter geforscht, in welchen Strassen die Verfügbarkeit auf dem unteren Level ist. Da sind mir im Ueberau gleich vier Strassen aufgefallen: Sudetenstrasse, Am Schützenrain, Brüder-Grimm-Strasse und Alter Weg. Dort ist teilweise nur das „langsame schnelle Internet“ verfügbar. Diese Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Melden Sie sich bei uns (siehe Kontaktformular) wenn Sie auch betroffen sind.

Wenn man jetzt wie z.B. in Ueberau nur 25  MBit/s bekommt und sie nutzen möchte
muss man trotzdem die 50 MBit/s buchen. Das kostet dann bei der Telekom im Monat 39,95 €. Ob dann die Telekom für 25 MBit/s den Preis halbiert? Eher treffe ich den Weihnachtsmann 🙂

Ob geplant ist, in den genannten Strassen nachzubessern ist zur Zeit nicht bekannt, wir werden aber an der Sache dran bleiben!

 

Wolfgang Krenzer

Ein Gedanke zu „Breitbandanschluss wirklich für alle ?

  1. Hi Wolfgang,
    Du bist da kein Einzelfall, auch in Georgenhausen haben zahlreiche Haushalte die Auskunft bekommen, dass ein Anschluss derzeit technisch gar nicht möglich sei, und die Frage, wann das denn dann mal der Fall sein soll, wird überhaupt nicht beantwortet. Was mir Sorge macht, dass auch Anfragen auf einen Geschäftsanschluss abschlägig beschieden werden. Ich hatte ja gehofft, dass der Landkreis – wenn man das Ganze schon mit Millionen subventioniert – der Telekom wenigstens die lokale Wirtschaftsförderung ins Stammbuch schreibt. Mein Sohn hat vorgeschlagen, eine Wette mit folgenden drei Optionen zu machen

    – Georgenhausen bekommt schnelles Internet
    – BER wird fertiggestellt
    – Die Griechen zahlen ihre Schulden zurück

    Mal schauen, was zuerst eintritt.

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