Der Traum geht weiter

Reinheim ohne LKWs, ein Traum, den Anlieger der Darmstädter oder Ueberauer Strasse schon länger träumen. Leider wird es mit der Realität noch viele Jahre nichts werden. Aber warum?

Hessen-Mobil, die Behörde, die den Strassenbau managed, hat eine Verkehrsuntersuchung vorgestellt, die unter anderem die Prognose für die B 426 enthielt. Und da sieht es düster aus. Für den Abschnitt bei Wembach-Hahn wird bis 2030 mit einer Verdopplung des LKW Verkehrs (von heute 1169/24 h auf 2 260/24 h) gerechnet. Hier hat sich der Verkehr seit der letzten Messung um knapp 25 Prozent erhöht.

Am Ortseingang Reinheim, Kirchstrasse beim SV 45 wurden noch 335 Lastwagen in 24 Stunden gezählt, eine Steigerung um 10 Prozent gegenüber der vorherigen Messung.

Warum nun diese Steigerungen?  Darmstadt und Rossdorf haben ihre Strassen einfach für den Durchgangsverkehr dicht gemacht, und nun quält sich der Schwerlastverkehr “über die Dörfer”, also das Umland, was eben nicht so einfach seine Strassen sperren kann.

Man nennt das auch “St Florians Prinzip”, wenn ungeliebter Verkehr einfach dem Nachbarn in die Schuhe geschoben werden. Mit welchem Recht können diese Städte einfach den Durchgangsverkehr aussperren, Reinheim als kleine Gemeinde aber nicht?

Wenn die Umgehungstrasse in Wembach-Hahn in vielleicht 5 Jahren fertig gestellt sein wird, dann  werden die Zahlen vermutlich ein weiteres mal steigen. Hier gilt es am Ball zu bleiben und auch eine Umgehung der  B 426 um Reinheim zu fordern und durchzusetzen.

Darmstädter Echo schreibt….

Pressemitteilung von Hessen-Mobil

 

 

Wolfgang Krenzer

2 Gedanken zu „Der Traum geht weiter

  1. Vielleicht wäre ein Nachdenken über die Zukunftsfähigkeit des Verkehrssystems in Deutschland sinnvoll? Mit dem Klimaschutzzielen vereinbar sind die Steigerungsraten nicht, das belegte Frau Saary bei Ihrem Abend in der “Gersprenz”. Gleisabriss in Bieberau wirkt kontraproduktiv.

    1. Diese Frage muss in Berlin beantwortet werden. Da sich Unternehmen nach den Kosten für den Transport ihrer Ware interessieren, müssen die Klimaschutzziele sich in Steuern, Abgaben aber auch Vergünstigungen und Abschreibungen niederschlagen. Mit anderen Worten, es darf nicht billiger sein 10 LKWs auf die Piste zu schicken, wie dieselben Waren per Schiene zu transportieren.

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