Freifunk bekommt Gemeinnützigkeit

Reinheim hat es nicht, die parlamentarische Mehrheit hat es nie gewollt, das „freie Wlan auf städtischen Gebäuden“. Während andere Gemeinden wie Griesheim oder Riedstadt Fördermittel der EU für ein freies Wlan in der Stadt einstreichen, hat sich unsere Koalition aus SPD und Grünen Ende 2017 und erneut Mitte 2018 gegen ein solches Vorhaben ausgesprochen. Wir vom Reinheimer Kreis fordern ein öffentliches freies Wlan seit Jahren und brachten dazu mehrere Anträge ein, die zuletzt im Sommer 2018 nach langer Diskussion von den lokalen Rot-Grünen Kommunalpolitikern bei Enthaltung der DKP abgelehnt wurden

Im Gegensatz dazu will die Bundes-SPD nun den Freifunk-Initiativen die Gemeinnützigkeit zuerkennen. Das muss man sich mal vorstellen: Was unsere hochqualifizierten Kommunalpolitiker unter der SPD Fahne ablehnen, wird nun von der völlig ahnungslosen Bundespartei, und insbesondere vom eigenen, völlig irregeleiteten und unerfahrenen Wahlkreiskandidaten Dr. Jens Zimmermann aus Groß-Umstadt als „zivilgesellschaftliches Engagement“ in höchsten Tönen gelobt und anerkannt. (Wobei das nicht die Idee der SPD oder von Herrn Dr. Zimmermann ist, sondern auf eine Initiative der FDP im Bundestag zurückgeht.)

Wir empfehlen den lokalen SPD Genossen erneut, endlich mal über den Tellerrand, sprich die Stadtgrenzen hinauszuschauen, und ihren Mann im Bundestag zu fragen, warum denn die Bundespartei so viel weniger Ahnung vom Thema freies WLAN hat als die Reinheimer SPD und diese (nach Ansicht der SPD Reinheim) gefährliche Technologie auch noch unterstützen will? Liebe Reinheimer Sozis: Warnen Sie Ihre Genossen im Bund rechtzeitig vor den großen Risiken, die eine Stadt eingehen muss, wenn sie Router von Freifunk auf ihren Gebäuden zulässt! Gut, dass wir in Reinheim noch Sozis haben, die sich von dem allgemeinen „Digitalisierungswahn“ (Menningmann, Reinheimer Grüne) nicht anstecken lassen. Wo dieses gefährliche Virus doch sogar schon auf Berlin (und Babenhausen und Groß-Umstadt und…) übergegriffen hat…

Dieser Artikel kann Spuren von Ironie enthalten. 😉

 

 

 

 

 

 

 

Wolfgang Krenzer

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