geht so Bürgerbeteiligung?

In einer aktuellen Presseerklärung der SPD Reinheim, erschienen im „Odenwälder Volksblatt“ vom 3. Juli, lesen wir:

„Die Landes CDU habe bis heute verschlafen, verbindliche Windkraft-Standorte für Hessen festzulegen. Statt dieser poltischen Verantwortung gerecht zu werden, überlasse man es dutzenden von Kommunen in langwierigen politischen und rechtlichen Verfahren herauszufinden, ob  und wie alternative Energien als Ersatz für die überalternen Atomkraft-
werke und den risikobehafteten Atomstrom eingsetzt werden können.“

Mit anderen Worten:  Am Besten hätte man von oben diktiert: Nach Klein-Kleckersdorf kommen acht Windräder, nach Ueberau vier nach Otzberg nochmal acht. und Basta!

Bürgerbeteiligung? Was ist das denn?  Mitbestimmung? Ihr dürft doch wählen, das reicht doch, oder? Es ist natürlich richtig, dass man es auch im politischen Bereich nie allen Recht machen kann, und jede Entscheidung, die man fällt, auch Gegner findet.

Aber gerade im Bereich „Windkraft“ ist es so, dass eine grosse Anzahl der Mitbürger die „Verspargelung“ der Landschaft erst aus optischen Gründen ablehnt, und dann nach gründlicher Einarbeitung in das Thema feststellt, dass der Nutzen, den diese Türme haben sollen, eben viel geringer ist, als von den Verantwortlichen dargestellt.

Autofahrer kennen das Phänomen von den Verbrauchswerten ihrer Fahrzeuge, die in den Prospekten angegeben werden. Diese sind nur unter optimalsten Labor-Bedingungen erreichbar. Ähnlich ists auch mit den erwarteten Ertragsprognosen der Windräder.

Wir erwarten von aber sowohl von den Projektieren als auch von den politischen Entscheidern, nicht autokratisch von der Kanzel, sodern mit den Bürgern zusammen einen Konsens zu suchen.

So lesen wir bei der „Energiegesellschaft Odenwald“, dass sie wohl die Wirtschaftlichkeit als auch den Bürgerwille honoriert, und genau so soll es doch auch sein, aber lesen Sie selbst:

  • Seit Gründung der Energiegenossenschaft haben wir von Anfang an gesagt, dass zum einen Projekte nur umgesetzt werden, wenn diese unter der Berücksichtigung eines erheblichen Risikopuffers auch wirtschaftlich betrieben werden können. Rechnet sich ein Projekt nicht, dann wird es auch nicht realisiert. Zum anderen wurde immer kommuniziert, dass Windenergieprojekte nur umgesetzt werden, wenn dies von den Bürgern gewünscht wird. Das Thema Wirtschaftlichkeit in Beerfelden und der Bürgerwille in Sensbachtal  waren für uns ausschlaggebend, nicht mehr aktiv selbst die Planung weiter vorantreiben zu wollen.
  • Die EGO hat gerade in den letzten beiden Jahren alles dafür getan, das Thema Windkraft bestmöglich zu platzieren und auch das gemeinsame Modell  mit den Kommunen und dem Odenwaldkreis voranzutreiben. Dies werden wir auch in Zukunft tun!

im Original hier zu finden

 

 

 

 

 

 

Wolfgang Krenzer

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