Sigmar Gabriel meint..

Das “Darmstädter Echo” schreibt über den Parteitag  der Hessen-SPD in Hofheim:

Gabriel riet dazu, nach diesem Beispiel „Menschen zu Debatten einzuladen“, statt sie auszugrenzen. Die inhaltliche Spannbreite der SPD könnte größer sein, wenn etwa der frühere Vorsitzende Oskar Lafontaine und der einstige Wirtschaftsminister Wolfgang Clement noch in der Partei wären. Vor diesem Hintergrund verteidigte Gabriel auch die Koalitionsgespräche in Thüringen mit der Linkspartei und den Grünen.

Mit “diesem Beispiel” war der Mitgliederentscheid zur Großen Koalition im Herbst 2013 gemeint. Vielleicht sollte diese Weisheit auch bis Reinheim durchdringen, aber ich fürchte da wird noch viel Wasser die Gersprenz herunter fliessen müssen, bis die Botschaft aus Hofheim die Auen von Dilsbach und Wembach erreicht.

Gabriel hat verstanden, dass eine Ausgrenzungspolitik den Genossen langfristig schadet und zur Abwanderung von Leistungsträgern führt. Sowohl Lafontaine als auch Clement repräsentierten jeweils eine Strömung innerhalb der Partei, die sich unter dem Dach SPD wohl fühlen konnte. Zwar haben verschiedene Dinge dann diese Genossen zum Widerspruch und Abschied gereizt bzw gezwungen, aber heute sieht man, dass man dadurch auch eine großen Teil seiner Anhängerschaft, mithin die SPD auch viele Wähler verloren hat.

Die Führung der Reinheimer SPD hat dieses leider  offensichtlich noch nicht verstanden, sie interessiert sich nicht für eine “inhaltliche Spannbreite”. Das dokumentiert sogar selber auf ihrer Hompage, und zwar auf dem Bericht zur Nominierung des Kandidaten zur Bürgermeister Wahl. Dort ist nirgends zu lesen, dass es zwei Kandidaten gab und wie das Ergebnis wirklich war. Zur Erinnerung, die Wahl endete 57,83 Prozent zu 38,5 Prozent.

Über die neue Generalsekräterin der Hessen SPD schreibt der “Echo” in Twitter so:

will unter anderem mehr Transparenz in politische Prozesse bringen

und die SPD twittert zurück:

@NancyFaeser stellt sich vor. Wichtigste Aufgabe: Partei vor Ort zu unterstützen. Jung & Alt für Engagement gewinnen

Integrieren statt Ausgrenzen ist die Devise der Genossen in Berlin und Wiesbaden.

Wolfgang Krenzer

3 Gedanken zu „Sigmar Gabriel meint..

  1. Das ist eine neue Strategie, lässt hoffen. Diese Gedanken finden sich auch im neuen, Anfang 2014 überarbeiteten Organisationsstatut der Bundes – SPD. Doch diese Überarbeitete scheinen die meisten der in Reinheim “Herrschenden” nicht gelesen zu haben – oder…..????

  2. Ach lieber Herbert, warum in Paragrafen verschlüsselt texten. Was steht denn in dem § 6 und was meinst Du sollten wir alle davon wissen.
    Das man die alten Riten nicht abschaffen will und deshalb zum großen Rundumschlag ausholt, das wird auch durch den § 6 nicht gedeckt.

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