Und die im Dunklen, die sieht man nicht

ja, der Haifisch, der hat Zähne, so beginnt die Moritat von Mackie Messer  in der Dreigroschenoper von Bert Brecht. In Reinheim werden wir wohl kaum mit Haifischen zu tun haben, wohl aber mit denen, die im Dunklen der Gesellschaft stehen.

Die Reinheimer Erwerbslosengemeinschaft, REGE genannt, hatte ihre jährliche Weihnachtsaktion gestartet, und dabei Gutscheine an Hartz IV Empfänger verteilt. Nun hat sich in diesem Jahre die Zahl der Bedürftigen erheblich erhöht, wie die Rege mitteilt.

Es sind dieses Jahr Gutscheine für 750 Menschen verteilt worden, was eine Steigerung von ca. einem Drittel gegenüber dem Vorjahr bedeutet.  Mit anderen Worten, die soziale Schere geht in Reinheim wie in ganz Deutschland immer weiter auf. Das wird mittlerweile in vielen Veröffentlichungen dokumentiert und trägt nicht zuletzt zur Politikverdrossenheit von Abgehängten bei.

Um dieses Thema auch kommunalpolitisch anzugehen, und z.B bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, gab auf Initiative der DKP einen Arbeitskreis “Soziale Stadt”. Dieser wurde sogar im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen festgeschrieben. Als Handlungsfelder sah man damals „Wohnen und Wohnumfeld“, „Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen“ sowie „Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur“ im Vordergrund.

Nun liest man in der Zeitung, dass die Koalition diesen Arbeitskreis auflösen möchte. Ja, die im Dunklen, die sieht man wahrlich nicht.

 

Wolfgang Krenzer

5 Gedanken zu „Und die im Dunklen, die sieht man nicht

    1. Hallo Wolfgang ,
      versuche mal , wie mit dem Titelblatt Spiegel Nr. 30 2015 Versichert und Verraten , ARD Story im Ersten , versichert und verloren . BR Vom Unfall-zum Versicherungsopfer aufgezeigt ,den prozentualen Anteil von durchgereichten Versicherten zu ergründen . Mir ist es jeden falls bis dto ,noch nicht gelungen . Selbst in Digitalen Netzwerken Facebook , ist lediglich eine Accountlöschung von Facebook Freunden* im Bereich , Politik , Justiz – Presse/Medienschaffenden , Unfallopfer- und anderen sozialen Stiftungen zu verzeichnen.
      Beim*www.sz-wirtschaftsgipfel.de und wiwo.de/top-kanzleien Klassisch verteidigt , wurden dringend erforderliche Digitale Änderungen den geladen Gästen mitgeteilt .

    2. Den Artikel habe ich gelesen. Sehr interessant. Es wird darauf ankommen wie wir die gewonnene Zeit durch Roboter… nutzen werden. Wir könnten das nutzen, um tolle Sachen zu machen ( lesen, radeln, länger schlafen, Theater spielen….) oder den Profit einiger steigern und trotz aller Fortschritte länger, härter und für weniger Geld zu arbeiten. Die Kernfrage ist der Besitz der Produktionsmittel. Da hatte der olle Marx eben recht. Der Kapitalismus führt unweigerlich, in welchem Zeitraum und wo auch immer, zur Verarmung großer Bevölkerungsteile (Pauperismus) und zu einer unerträglich große Kluft zwischen Arm und Reich. Wir kannten das zwischen der 1. und der 3. Welt. Jetzt haben wir das in der eigenen Gesellschaft. Auch im Westen! Und die Mobilität lässt die früher weit entfernte Armut an unsere Tür klopfen. Es kommen schwere Zeiten auf alle zu.

  1. So lange der Arbeiter eine Arbeitskraft als Ware auf dem Markt verkauft, der Kapitalist aus dem Produktionsprozess ein Quantum an Mehrwert herausgepumpt hat, und durch Arbeitszeitverlängerungen,techn. Fortschritt, Renten- Lohn und Sozialleistungskürzungen den Profit am Menschen erhöht hat,wird sich der Müßiggang eines Teiles der Gesellschaft und ein “Art Sklavensystem”der Proletarier sich nicht ändern. Und es wird der Teil der Pauperier zunehmen Natürlich sind Karl Marx Thesen die Verstaatlichung der Produktionsmittel in heutigen Zeiten wieder aktuell – mögen sie noch so “veraltet” erscheinen…..und Bürgermeister vom Schlage eines Karl Hartmann halten das Rad am laufen …. Grüße aus dem roten Reinheim Werner

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