Archiv der Kategorie: Politik in Reinheim

Politische Vorhaben, Programme, Motivationen für Reinheim

„Stell dir vor, es ist Wahlkampf…“

Wahlkampfzeiten sind ja bekanntlich besondere Zeiten. Selbstverständlich auch in Reinheim, meint die DKP doch andere an ihre „verdammte Pflicht und Schuldigkeit“ erinnern zu müssen, zu Ausschusssitzungen einzuladen. An ein Recht, das wir erst mühsam erkämpfen mussten ohne (!) Hilfe der DKP.

 

Was die DKP nicht erzählt ist, dass sie es vergangene Woche abgelehnt hat, gemeinsam mit dem Reinheimer Kreis eine Sondersitzung des Stadtparlaments zu beantragen, damit die gewünschten Ausschusssitzungen nicht reiner Wahlkampf sondern auch sinnhaft sind. Genauso wenig erwähnt sie, dass sie im vergangenen Jahr nicht bereit und in der Lage war, selbst Verantwortung in den Ausschüssen zu übernehmen. Dennoch meint sie jetzt andere mahnen zu dürfen? Gerade diejenigen will sie belehren, die die Funktionsfähigkeit des Parlaments gegen die Blockadehaltung von Rot-Rot-Grün erhalten mussten? Unserer Meinung nach sind diese Angriffe nichts als reine Wahlkampfrhetorik. Denn wenn man es ernst meinen würde, hätte man den Antrag auf eine Sondersitzung des Parlamentes unterstützt.

Wichtig zu wissen ist auch, dass die Parlaments- und damit Ausschusstermine vom Gesetz her zuvor im Einvernehmen festgelegt werden sollen. In Reinheim ist das zwar bisher „von oben“ getan worden – und da war für Februar und März keine Sitzungsrunde geplant – aber in diesem Fall haben wir das nicht zuletzt wegen des Wahlkampfs (was soll dabei rauskommen?) und aus Respekt vor dem Wähler als sinnvoll angesehen. Dennoch hätten wir der DKP in dieser besonderen Situation gerne weitergeholfen, wenn sie rechtzeitig das Gespräch mit uns gesucht hätte. Zeit genug wäre gewesen. Nur: Darum ging es ja nicht. Der Weg über die Medien hatte nicht das Ziel, tatsächlich die Ausschüsse tagen zu lassen.

Nach den Wahlen, wenn sich der Theaterdonner und Rauch verzogen hat, werden wieder konstruktivere Zeiten anbrechen, da ist sich Wolfgang Krenzer sicher.

Chaos oder Demokratie in Reinheim?

Der Reinheimer Kreis fordert alle Parteien, Wählergruppen und Fraktionen in Reinheim auf, zum kollegialen Miteinander zurückzukehren. Es ist schon etwas seltsam, wenn diejenigen, die sich jeder Zusammenarbeit verweigerten und in der Hoffnung auf andere Mehrheiten nach der Wahl einen Konsenshaushalt verhindert haben, jetzt von „Chaos“ sprechen.

Chaos besteht für manche darin, dass die SPD nicht mehr machen kann was sie will. Wir sehen in dieser Tatsache eher einen normalen demokratischen Vorgang. Wo war das Chaos, als das Stadtparlament mit den Stimmen aller Fraktionen den Haushalt 2015 verabschiedet hat?
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Verkehrsdebatte Reinheim 2016/17

Das Thema Verkehr und Infrastruktur beschäftigt Reinheim in vielerlei Hinsicht. Dieser Artikel umfasst die Debatte in 2016 und 2017 zu wesentlichen Themenschwerpunkten in Sachen Verkehr.

LKW-Durchfahrverbot

Umgehung bei bestehendem StraßennetzBildquelle: Google

Das viel diskutierte LKW-Durchfahrverbot, neuerdings auch von der SPD gefordertWahlprogramm der SPD, 20.02.2016, wird von Hessen Mobil ohne den Bau zusätzlicher Umgehungsstraßen wohl nicht genehmigt. Gleiches gilt für die Endwidmung der B 426 als Bundesstraße, wobei Durchfahrverbot und Endwidmung Hand in Hand gehen. Momentane Ideen zur Umfahrung Reinheims sehen eine Verkehrsführung über B 38, B 26 und B 45 vor. Der notwendige Umweg von rund 15 Kilometern werde relativiert durch die dort höheren Geschwindigkeiten, so die Grünen. Die DKP erklärte, ein signifikanter Anteil an LKW mit Ziel Otzberg-Lengfeld scheitere dort an einer Bahnunterführung und müsse sowieso einen Umweg fahren.
Inwiefern ein Durchfahrverbot sinnvoll ist, hängt von Start- und Zielgebieten der passierenden LKW ab, eine entsprechende Statistik hierzu gilt es demnächst aufzustellen.

Rechtliche Möglichkeiten für ein Durchfahrverbot räumt §45 Abs. 9 StVOhttps://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__45.html, 2016.05.18 ein, insbesondere, wenn es sich um Mautfluchtverkehr handelt. Es ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass wir es mit verstärktem Mautfluchtaufkommen zu tun haben.

Bei bestehendem Straßennetz besteht die Gefahr, dass LKW, denen die Durchfahrt durch Reinheim verwehrt wird, auf die L3413 durch Habitzheim ausweichen werden. Damit wäre das Problem insgesamt eher verschlimmert worden.

Ost-West-Umgehung

Abhilfe schaffen könnte eine Ost-West-Umgehung Reinheims, die vom Kreisel zwischen Reinheim und Spachbrücken beginnend am Flugplatz vorbei auf die aktuelle B 426 Richtung Lengfeld führen dürfte. Hierfür wären mindestens 1,8 Km Straße nötig. Betrachtet man die Kosten für den Bau des knapp 1 Km langen und 4,2 Millionen Euro teurenhttp://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/reinheim/umgehung-ab-jetzt-freie-fahrt-an-reinheim-vorbei_15715416.htm, 2016.02.20, bestehenden Straßenabschnitts zwischen Reinheim und Spachbrücken lassen sich hierfür anfallende Kosten zwischen 7 und 8 Millionen Euro erahnen. Selbst wenn es zum Bau einer solchen Straße kommt, wird es viele Jahre brauchen, bevor allein mit den Arbeiten begonnen würde.

Eine erste Erwähnung findet die Umgehung im Bundesverkehrswegeplan 2030Bundesverkehrswegeplan 2030, Seite 111: Hessen - Neue Vorhaben - Weiterer Bedarf als Projekt des "Weiteren Bedarfs", was in diesem Fall die niedrigste Dringlichkeitsstufe darstellt. Dies lässt erahnen, wie lange dieses Projekt selbst im besten Fall auf sich warten lassen wird.

Zudem zerstörte eine Ost-West-Umgehung wertvolle Grünflächen, die für Tiere des Reinheimer Teiches und für das Erscheinungsbild unserer Landschaft wichtig sind. Deswegen sehen gerade die Grünen diese Lösung als kritisch an. Defakto zieht jede neue Straße stets weitläufigen Verkehr an. Die Vorstellung einfach nur die LKW aus Reinheim dorthin zu verlegen entspricht nicht unbedingt den zu erwartenden Verschiebungen. Bereits die Eröffnung der bestehenden Umgehungsstraße hat zum Beispiel in der Goethestraße zu unerwarteten Belastungen geführt. Der Bau einer solchen Straße muss daher auch vor solchen Hintergründen betrachtet werden. Wir beim Reinheimer Kreis warten in dieser Frage auf weitere Untersuchungen.

Umgehung Habitsheim

Ebenfalls wurde die Idee geäußert, statt der Ost-West-Umgehung um Reinheim die erwähnte L3413 durch Habitsheim zur Bundesstraße auszubauen und eine Umgehung um Habitsheim zu bauen.Siehe Leserbrief im Darmstädter Echo vom 18.03.2016: Verlegung der B 426 Auch hier gilt es herauszufinden, von wo nach wo der Verkehr auf der B 426 eigentlich fließt. Ob diese alternative Route den Verkehrsflüssen besser entgegen kommt muss sich zeigen. Da im Moment alle Gemeinden und Städte an der B426 zwischen Ober-Ramstadt und Lengfeld unter dem Verkehr leiden sollte das Konzept dieser Straße überregional überdacht werden.

Umgestaltung der Innenstadt

Eine weitere Lösung besteht in einer umfangreichen Umgestaltung der Innenstadt, insbesondere des Verlaufs der B 426 durch Reinheim. Viele Bürger haben sich in der Vergangenheit zum Beispiel Gedanken über einen Umbau der Abzweigung Bahnhofstraße am Bahnübergang gemacht - ein Hauptproblem besteht hier in der fehlenden Möglichkeit, bei geschlossener Schranke in die Bahnhofstraße abbiegen zu können. Man kann dort täglich, manchmal sogar schwere LKW, aus der Schlange ausscheren, hunderte Meter auf der falschen Spur fahren und dann quer über die rote Ampel abbiegen sehen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis an dieser Stelle ein folgenschwerer Unfall passiert. Aber dass selbst kommerzielle Verkehrsteilnehmer dort ihren Führerschein und somit ihre Existenz riskieren zeigt, wie knapp die Zeiten in der Logistikbranche bemessen sind. Wir alle haben etwa durch unser Einkaufsverhalten oder folgenschwere Entscheidungen zum Rückbau des Schienennetzes dazu beigetragen, dass in den letzten Jahren eine massive Zunahme an Schwerlastverkehr zu beobachten war. Daher müssen auch die Interessen der LKW-Fahrer bei Planungen berücksichtigt werden.

Der Bahnübergang in Reinheim macht zu beiden Seiten Probleme durch komplexe Anforderungen an Schließzeiten, Sicherheitsabstände und Stauraum. Genaue Richtlinien hierzu sucht man vergeblich; es liegt im Ermessensspielraum der Bahn, welche Maßnahmen an einer konkreten Stelle getroffen werden müssen. Mit der Bahn kommt neben der Stadt, Fußgängern, ggf. Geh- oder Sehbehinderten, Radfahrern, LKW- und PKW-Fahrern sowie Hessen Mobil ein weiterer Interessenvertreter ins Spiel, mit dem es langwierige und anstrengende Verhandlungen zu führen gilt. Dies alles ist der Grund, warum hier keine Seite von sich aus tätig wird.

Sanierung Darmstädter Straße

In den nächsten Jahren werden umfangreiche Sanierungen an Straßenbelag und Kanalisation in der unteren Darmstädter Straße notwendig werden. Bereits vergangene Wasserrohrbrüche legen dies nahe. Für die Sanierung der Kanalisation werden vom normalen Haushalt gesonderte Gelder gesammelt, die nur hierfür ausgegeben werden dürfen. Der Straßenbereich zwischen den Gehwegen, also die Fahrbahn, liegt im Einflussbereich des Bundes, also Hessen Mobil. Die anstehenden Arbeiten bieten aber einen guten Anlass, diesen Straßenbereich nicht nur zu erneuern, sondern auch umzugestalten. Bereits wurden hierfür Planungsgelder in Höhe von 60.000 € für das Jahr 2016 im Haushalt beanschlagt; das ist immerhin eine der größten Ausgaben im Bereich Investitionen.

Die Grünen sprechen von einer Planung eines Verkehrskonzepts unter Teilnahme der Öffentlichkeit. Das Klingt gut, allerdings lautet der genaue Zweck für diese Gelder im Haushalt anders: Planung Umgestaltung Darmstädter Str.Vlg. Haushaltsplan der Stadt Reinheim, Seite 16 Wir fordern hier eine Umformulierung dieser Ausgaben. Umgestaltungen an dieser Straße sind stets im Zusammenhang mit dem gesamten Verkehrskonzept der Stadt zu sehen. Es muss bei dieser Gelegenheit auch über mögliche Änderungen im Bereich Bahnhofstraße und Ueberauer Straße, wie etwa die von DKP erarbeiteten Ideen zur Gehwegsicherung, und ferner über Vorhaben, wie die Umgehungsstraße, geredet werden. Die Finanzierung eines Wettbewerbs um Ideen zur Verkehrsgestaltung etwa wäre wünschenswert.

Neue Möglichkeiten durch Tempolimit

Provisorisches Tempo 30 Schild in Wembach-Hahn

Als weitere Lösung steht Tempo 30 zur Debatte. Wir haben in eigenen Untersuchungen bereits das Potential, das Tempo 30 bringen könnte, aufgezeigt.www.mitjastachowiak.de/projects/geschwindigkeitsmessung/messungen/reinheim.html, 2016.02.20 Im Moment ist Tempo 30 auf Bundesstraßen Vorrangig nur an Schulen, Altenheimen oder Stellen mit hoher Lärmbelastung umsetzbar, ebenfalls geregelt durch den §45 Abs. 9 StVO. Tempo 30 (zuerst nur für LKW, inzwischen komplett) hat sich Wembach-Hahn bereits erkämpfthttp://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/tempo-30-in-ober-ramstaedter-stadtteil-hahn_16454764.htm, 2016.02.21. Dort ist die Verkehrsbelastung allerdings höher, als in Reinheim. Jedoch sind Gesetzesänderungen in Planung, die die Hürden für T30 bald herabsetzen könntenhttp://www.tagesspiegel.de/berlin/tempo-30-auf-hauptstrassen-was-dobrindt-plant-ist-in-berlin-schon-umgesetzt/12978752.html, 2016.02.20.

Auch ein Tempolimit nur für LKW könnte die Situation in Sachen Lärm und Erschütterungen bereits erheblich entschärfen. Kritiker dieser Idee befürchten jedoch, dass Teilverbesserungen dazu führen könnten, dass drastischere Mittel danach schwerer zu erreichen sein werden.

Ein Tempolimit für alle Verkehrsteilnehmer würde weiter das Unfallrisiko senken und Radfahrer besser in den Verkehr integrieren (Stichwort Mischverkehr). Die zu erwartende Fahrzeitverlängerung durch Tempo 30 (Nach eigener Untersuchung weniger als 16% bei aktueller Verkehrssituation) könnte durch kürzere Ampelzeiten und Sicherheitsabstände, und wenn es außerdem gelingt, ein Abbiegen bei geschlossener Schranke zu ermöglichen, weitestgehend aufgewogen werden. Dadurch würde T30 keine Beschränkung des fließenden Verkehrs nach §45 Abs. 9 StVO bedeuten. Außerdem schafft ein solches, beruhigtes Verkehrskonzept für mehr Menschen als bisher die Möglichkeit, für Einkäufe etc. gänzlich auf das Auto zu verzichten.

Einige Autofahrer haben jedoch kein Verständnis für Tempo 30, gerade bei freier Straße. Wenn kein zu erwartender Stopp in Sichtweite ist, bringt Tempo 30 auch keine Verbesserungen in Sachen Energieeinsparung, da bei geringen Geschwindigkeiten Reibungsverluste und hohe Leerlaufleistungen von Motoren den Wirkungsgrad zerstören. Moderne Autos sind für viel höhere Geschwindigkeiten optimiert und erreichen ein Verlustminimum bei konstanter Fahrt bei Geschwindigkeiten um die 70 Km/h. Regelungen, die Tempo 30 nur zu bestimmten Zeiten für alle Verkehrsteilnehmer fordern, sind möglich, verkomplizieren aber Einhaltung und Kontrolle des Tempolimits. Ein guter Kompromiss könnte Tempo 40 sein. Auch das ist in letzter Zeit vermehrt in Diskussion.

Erhöhter Bedarf an Parkplätzen

Der Bedarf an Parkplätzen ist ein Reinheim in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Viele Pendler aus dem Odenwald müssen ihr Auto hier parken, wenn sie in den Zug umsteigen möchten. Dies hat im Bereich des Bahnhofs bereits zu erheblichen Problemen geführt, etwa weil angrenzende Straßen nicht mehr von Anwohnern für Parkplätze nutzbar waren oder an einigen Stellen gar zu eng, als dass die Feuerwehr im Ernstfall schnell genug hindurch gelangen könnte.

Bauschild der geplanten Park-and-Ride-Anlage

Die Stadt hat bereits großflächig Parkplätze auf dem Bahngelände gegenüber der Metzgerei Trautmann geplant.http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/reinheim/naechster-schritt-zu-park-and-ride_15342454.htm, 2016.02.20 Jedoch sehen viele, nicht zuletzt auch der Reinheimer Kreis, dies als problematisch an, da diese Parkplätze verhältnismäßig weit weg vom Bahnhof sein werden und dort Parkende das Problem mit dem Bahnübergang haben werden. Daher ist mit einer Umverteilung der Pendler auf diese Parkplätze wohl nur mit Hilfe von Parkverboten und Kurzzeitparkzonen um den Bahnhof herum zu rechnen. Wir haben bereits mit Postkarten in den betroffenen Straßen auf diese Problematik aufmerksam gemacht.

Park-and-Ride-Anlagen sind außerdem in Kritik, da sie den problematischen Individualverkehr mit dem Auto (MIV) weiter fördern. Dieser hat eigentlich nur einen erstaunlich geringen Anteil von rund 50% an der gesamten Personenbevörderungsleistung.https://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/vkw/ivs/meetbike/dateien/Karlsruhe_Chlond_dt.pdf, 2016.02.20 Weiter werden zumindest in größeren Städten schätzungsweise 30% des MIV allein durch Parkplatzsuche verursachthttp://www.mobil.org/mobil/nachricht/article/parkplatzproblematik-und-parksuchverkehr-in-muenchen-1/, 2016.02.21.

ÖPNV

Zu guter Letzt muss auch der ÖPNV berücksichtigt werden. Es existieren Ideen zur Schaffung einer stadteigenen Kreisbuslinie. Auch verlieren Busse in Reinheim verhältnismäßig viel Zeit aufgrund suboptimaler Routen und vieler Haltestellen. Die DaDiNa hat bereits Konzequenzen gezogen und plant, die Buslinie K85 ab 2017 nicht mehr durch Reinheim und Spachbrücken fahren zu lassen.http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/gross-bieberau-fischbachtal/mehr-busse-steuern-reinheim-an_17037464.htm, 2016.07.06 Stattdessen soll K55 öfter verkehren. Ob der neue Fahrplan eher zum Vorteil oder Nachteil für Reinheim wird, muss ich zeigen. K55 braucht nach Darmstadt jedenfalls deutlich länger, als K85.

Ebenso gibt es in Darmstadt Überlegungen, die Bahnlinie 3555 nach Groß-Zimmern zu reaktivieren. Diese Strecke führt im Moment nur bis zum Bessunger Forsthaus und wird als Museumsstrecke genutzt. Ebenso soll der Straßenbahnverkehr zum Ostbahnhof wieder aufgenommen werden. Eine Idee forciert das Verlegen von Normalspurschienen bis zum Schloss, sodass spezielle Leichtbauzüge (Stadt-Land-Bahnen) sowohl als Regionalbahnen als aus als Straßenbahnen fungieren und direkte Verbindungen zur Darmstädter Innenstadt herstellen könnten. Diese Pläne treibt vor allem die CDU Darmstadt voran.http://www.pro-bahn.de/starkenburg/fach-Dateien/2014/CDU-Kombil%C3%B6sung%20Konzept.pdf, 2016.02.28
Die geplanten Stadt-Land-Bahnen sollen auch den Verkehr auf der Odenwaldbahnlinie 3554 durch Reinheim ergänzen. Für eine Entlastung dieser Strecke setzt sich auch die DKP Reinheim ein, leider im Moment ohne Programm.

Fazit und Quellen

Das Thema Verkehr wird uns in den nächsten Jahren weiter beschäftigen. Reinheim braucht ein Verkehrskonzept! Die Umgehungsstraße hat Möglichkeiten Geschaffen, Reinheim zu einer lebenswerteren und sichereren Stadt zu machen. Aufgrund veränderter Verkehrsflüsse und nun höherer Geschwindigkeiten werden diese Möglichkeiten noch nicht voll ausgeschöpft. Es bleibt zu hoffen, dass in den nächsten Jahren Lösungen für Probleme gefunden werden können, wie etwa:

  • Lärm und Erschütterungen durch LKW
  • Die Bahnschranke und das Abbiegen in die Bahnhofstraße
  • Unmittelbare Gefährdung von Fußgängern an Engpässen entlang der B 426
  • Fehlende Radwege an wichtigen Strecken
  • Zu knappes Parkplatzangebot

Der Reinheimer Kreis wird sich auch weiterhin konstruktiv in diese Debatte einbringen und sinnvollen Lösungen für diese Probleme nicht im Weg stehen.

Warum Reinheimer Kreis wählen?

Wir wollen verfilzte Strukturen aufbrechen, die Reinheim nicht gut tun. Reinheim gehört  uns allen und nicht einigen wenigen. Deshalb wollen wir Ihre Möglichkeiten verbessern, an Entscheidungsprozessen teilzuhaben.

Das ist an manchen Stellen schon gelungen. So dürfen Sie, die Bürgerinnen und Bürger, auf Auschusssitzungen gehört werden! Weitere Schritte wurden von Rot-Grün bisher verhindert.

Wir wollen, dass man nicht einfach Entscheidungen trifft, wie die neue Parkregelung am Bahnhof, sondern die Menschen vorher fragt, sie einbezieht und ernst nimmt.
Die Ortsteile wissen oft besser was gut für sie ist als das Rathaus in Reinheim. Deshalb wollen wir die Ortsbeiräte stärken.

Es ist auch vieles gut in Reinheim, das wollen wir selbstverständlich erhalten.

Eine erneute Mehrheit für Rot – Grün würde bedeuten, dass es keine echte Beteiligung des Stadtparlamentes gäbe, Anträge würden wie in der Vergangenheit pauschal abgelehnt. Macht braucht Kontrolle und deshalb kämpfen wir für ein Parlament, in dem auch der Bürgemeister für seine Ideen kämpfen muss, anstatt sie einfach durchzusetzen. Wenn Sie das auch wollen, unterstützen Sie uns bitte!

Rolf Johann
1. Vorsitzender Reinheimer Kreis

SPD, DKP und Grüne verhindern Haushaltsbeschluss

Vereine warten auf Zuschüsse, ohne beschlossenen Haushalt sind aber keine freiwilligen  Ausgaben, wie eben diese Zuschüsse möglich. Die Freien Wähler und der Reinheimer Kreis hatten als einzige Fraktionen zeitnah Anträge gestellt, um einen Ausgleich des Haushalts zu erreichen. In der Stadtverordnetenversammlung vom 26.01.2016 wurde dieser dann aber mit überwältigender Mehrheit  zur weiteren Beratung den Ausschüssen übertragen. Soweit so gut. Aber wann tagen die Ausschüsse wieder? Vermutlich erst nach der Wahl, solange tut sich wohl haushaltstechnich nichts mehr.

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Haushaltsdebatte: Alle mauern, wir nicht!

Reinheimer Kreis + FDP legen Konzept zum Haushaltsausgleich vor.

Während SPD und Grüne ein Geheimnis aus ihren Haushaltsvorschlägen machen  und erst nach der Wahl die Karten auf den Tisch legen wollen, machen wir Nägel mit Köpfen und haben ein Konzept zum Ausgleich des Haushalts 2016 vorgelegt.

In acht Anträgen schlagen die Stadtverordneten um den Fraktionsvorsitzenden Jörg Rupp Einsparungen im Haushalt in Höhe von 988.112 Euro und eine moderate Erhöhung der Grundsteuer A und B um 30 Punkte (mit erwarteten Einnahmen von 120.000 Euro) vor,  wodurch das aktuelle Defizit von 1.033.882 Euro gedeckt wäre.

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Warum haben wir überhaupt einen negativen Haushalt?

Was ist zu tun, wenn ein Haushalt gemäß Recht und Gesetz aufgestellt werden soll? Verwaltung und Bürgermeister legen dem Magistrat einen Entwurf vor, der entweder ausgeglichen ist oder durch ein „Haushaltskonsolidierungskonzept“ ergänzt wird, wenn er ein Defizit ausweist. So verlangen es die HGO und GemHVO. HGO = Hessische Gemeindeordnung und GemHVO = Gemeindehaushaltsverordnung Zwei Gesetze, an die sich beim Entwurf des Haushaltes 2016 aber leider nicht gehalten wurde. Der Magistrat hat kein Haushaltskonsolidierungskonzept vorgelegt, der Haushalt ist nicht korrekt eingebracht.

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Bürgerwunsch wird umgesetzt:

Es zeigt sich, dass sich lokales Engagement doch noch auszahlen kann. Der Reinheimer Kreis hatte im alten Jahr die Anwohner der Friedhofstraße in Spachbrücken zu einem Ortstermin eingeladen. Dabei wurde sehr schnell deutlich, dass es der Wunsch der sehr großen Mehrheit der Anwohner ist, die Straße nach Öffnung der Erbacher Straße wieder zu schließen.
Die Bürger engagierten sich während und nach diesem Termin und sammelten Unterschriften für ihr Anliegen. Nun bekam man die Nachricht aus dem Rathaus, dass man dem Wunsch entsprechen werde.
So funktioniert aus unserer Sicht Kommunalpolitik. Auch wenn das manchen zu klein-klein sein mag, für die Anwohner der Friedhofstraße, für den Reinheimer Kreis und für das Ansehen der Kommunalpolitik insgesamt ist das wichtig und richtig.
Wir werden den Menschen weiterhin zuhören, sie ernst nehmen und sie unterstützen.“

Rolf Johann
1. Vorsitzender

Runder Tisch zum Haushalt bedauerlicherweise gescheitert

Schon nach seiner ersten Zusammenkunft hat sich der „Runde Tisch“ zum Haushalt 2016 der Stadt Reinheim wieder aufgelöst. Der Runde Tisch war am 21. Dezember 2015 vom Ältestenrat vereinbart worden, damit alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung Reinheim mit dem Bürgermeister einen gemeinsamen Weg heraus aus dem hohen Defizit von jetzt „nur“ noch einer guten Million Euro finden könnten (Das Defizit ist zwischenzeitlich geschrumpft, weil Kreis- und Schulumlage nachträglich gesunken sind).

Zum großen Bedauern der Fraktion Reinheimer Kreis + FDP hat sich aber gleich in der ersten Sitzung des Runden Tisches herausgestellt, dass nicht von allen Seiten die Bereitschaft zum Kompromiss gegeben ist, sodass sich der Runde Tisch wieder auflöste.

Eine positive Erfahrung war, dass sowohl FWG, als auch DKP und erfreulicherweise auch die Grünen bereit waren, gemeinsam mit Reinheimer Kreis + FDP konstruktiv eigene Vorschläge und Vorstellungen einzubringen. Das trifft leider insbesondere nicht für die SPD und den Bürgermeister zu, die sich nach wie vor strikt weigern, einen eigenen Beitrag zur Konsolidierung dieses desolaten und handwerklich schlechten Haushaltsentwurfes zu leisten. Während die SPD schon in den vergangenenen sechs Jahren keinen einzigen Antrag zum Haushalt gestellt hat, ist die Weigerung des Bürgermeisters völlig unverständlich. Denn nach der HGO ist es Aufgabe des Magistrates und damit des Bürgermeisters, ein Konsolidierungskonzept vorzulegen. Dazu war er beim Runden Tisch ausdrücklich erneut nicht bereit, sodass er weiterhin seinen Pflichten nicht nachkommt.

Der Haushalt 2016 wird nun also in einer weiteren Beratungsrunde der Stadtverordnetenversammlung Thema sein. Die Sitzung des Parlaments ist am 26.01.2016.
Reinheimer Kreis + FDP werben bei denjenigen Fraktionen dafür, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und den Haushaltsausgleich herbei zu führen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir noch vor der Wahl einen ausgeglichenen Haushalt erreichen werden.“, kündigt Fraktionsvorsitzender Jörg Rupp weitere Schritte an.

Programm zur Kommunalwahl 2016

Der Reinheimer Kreis hat sich gebildet, um Reinheim mitzugestalten und für Rahmenbedingungen zu sorgen, die zu mehr Bürgerbeteiligung, Transparenz und Fairness führen. Das Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2016 stellt die wesentlichen Eckpfeiler unserer Politik vor.

Wir stehen für einen klaren Stilwechsel in der Kommunalpolitik unserer Stadt. Statt der harten Gegensätze, die hier seit Jahrzehnten intensiv gepflegt werden, wollen wir einen offenen und fairen Dialog. Durch die Entstehung des Reinheimer Kreises arbeiten unterschiedlichste Kräfte im Parlament, trotz aller Unterschiede, gut zusammen und orientieren sich am Gemeinwohl. Daran wollen wir festhalten. Das tut Reinheim gut!

Wenn Sie LISTE 8, Reinheimer Kreis wählen, dann entscheiden Sie sich für die Fortsetzung dieser am Konsens orientierten Politik. Wir wollen nicht nur alle Fraktionen im Parlament, sondern auch die Ortsbeiräte und vor allem die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Entscheidungen über die Zukunft Reinheims einbeziehen. Dazu gehört, dass

  • alle Fraktionen und nicht nur eine Mehrheitskoalition an der Leitung der Ausschüsse und der Stadtverordnetenversammlung beteiligt werden.
  • wir aufgrund leidvoller Erfahrung jeden Fraktionszwang konsequent ablehnen.
  • wir Verlässlichkeit vorleben und auch erwarten.

 

Transparenz und Bürgerbeteiligung

Die Menschen müssen weit mehr als bisher eingebunden und befragt werden. Sie sollen teilhaben können an den Entscheidungen, die sie unmittelbar und mittelbar angehen. Man verweigert den Bürgerinnen und Bürgern in Reinheim immer noch Rechte, die sie in anderen Gemeinden haben. Wir suchen den Dialog mit Ihnen. Wir fordern:

  • Aktive und möglichst umfassende Information für alle durch Presse, Internet (Newsletter) und Homepage der Stadt
  • Das Informationssystem der Stadt (Allris) soll soweit wie möglich für alle Bürgerinnen und Bürger geöffnet werden, damit jede und jeder sich direkt informieren kann über das, was vor sich geht.
  • Die Stadt soll Infoschaukästen in allen Ortsteilen aufstellen, in denen über die wichtigsten kommunalpolitischen Themen (Stadtverordnetenversammlung, Ausschüsse, Ortsbeiräte, Planungen, Entscheidungen…) informiert wird.
  • Wir streben eine aktive Bürgerbeteiligung zu wichtigen Investitionen an.
  • Bürgerversammlungen sollen öfter stattfinden (z. B. Windkraft in Ueberau)
  • Wir wollen mehr Frauen in Verantwortung in Politik und Verwaltung.

 

Soziales

Reinheim ist eine Stadt mit einer Bürgerschaft, der soziale Gerechtigkeit und gegenseitige Solidarität besonders wichtig sind. Dieser Vorzug unserer Stadt muss gepflegt und weiter gestärkt werden. Alle Menschen, die in Reinheim leben, müssen ein menschenwürdiges und erfülltes Leben führen können. Es ist Aufgabe der Stadt, die Daseinsvorsorge zu gewährleisten und Menschen in Not zu helfen. Alle Menschen müssen am Leben und an den Entscheidungen in unserer Stadt teilhaben können.

Unser Anspruch ist es, dafür Sorge zu tragen, dass das Problem der Armut in Reinheim endlich wahrgenommen wird. Erst dadurch kann man Lösungen angehen. Ein Leugnen der vorhandenen Armut ist unverantwortlich, unsozial und nicht akzeptabel. Deshalb fordern wir:

  • Niemand darf in einer Notlage alleine gelassen werden.
  • Kinder- und Altersarmut sowie Obdachlosigkeit thematisieren und aktiv überwinden.
  • Aufbau einer aktiven aufsuchenden Sozialarbeit.
  • Menschenwürdige Gestaltung der städtischen Notunterkünfte.
  • Förderung ortsnaher Arbeitsplätze.
  • Konsequente Umsetzung des Aktionsplans zur UN-Behindertenrechtskonvention, wie auf unsere Initiative vom Stadtparlament beschlossen.
  • Systematische Beseitigung der Barrieren im öffentlichen Raum mithilfe eines Zehnjahresplans.
  • Stärkung der Vereinsförderung, denn die Vereine leisten ehrenamtlich außerordentlich wertvolle und unersetzliche Sozialarbeit, von der alle profitieren.
  • Bei allen Entscheidungen muss die konsequente Unterstützung der Familien (in allen Formen) im Mittelpunkt stehen.
  • Wir stehen für ein weltoffenes Reinheim, das Neubürgerinnen und Neubürger, gleich welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe, Herkunft oder Religion, in die Gemeinschaft integriert und in der Entscheidungsfindung berücksichtigt und beteiligt.

 

Energiewende / Windkraft

Die Energiewende, die Nutzung erneuerbarer Energien und die Einsparung von Energie sind Kernziele unserer Politik. Wir wollen, dass auch Reinheim seinen Beitrag zur Energiewende leistet. Eine möglichst schnelle, sachlich sinnvolle und nachhaltige Energiewende ist alternativlos. Nicht alternativlos aber sind sowohl die Standorte von Energieerzeugungsanlagen als auch die Form der Energiegewinnung. Nicht alles macht überall Sinn.

Das gilt auch für die auf dem Hundertmorgen geplanten Windkraftanlagen. Das Vorranggebiet 218Siehe Teilplan Erneuerbare Energien Teilkarte 3 sehen wir aus folgenden Gründen als ungeeignet an:

  • Der Hundertmorgen ist Teil des für unsere Region typischen Panoramas Reinheimer Hügelland und Veste Otzberg, das wir gerne erhalten wollen. Das Erscheinungsbild um die Veste Otzberg würde zerstört. Windräder stehen hier im Widerspruch zum Denkmalschutz.
  • Die Belastung wäre für die Menschen in Ueberau und auf dem Hundertmorgen zu groß. Der Windpark auf dem Hundertmorgen in unmittelbarer Nähe zu Ortschaften und Weilern erfüllt nur ganz knapp die hessischen Mindestabstände, die vor Jahren auf Grundlage wesentlich kleinerer Windgeneratoren erlassen worden sind. Die geplanten Riesen-Windräder haben eine Nabenhöhe von 140 Metern und reichen mit ihren Rotoren bis in eine Höhe von 220 Metern hinauf. Viele Bürgerinnen und Bürger befürchten Wertverluste und weniger Lebensqualität.
  • Wir denken, dass Flora und Fauna zu stark leiden und teilweise gefährdet würden. Vögel, wie der seltene Rotmilan können in die Rotoren geraten, wenn sich diese über typischen Jagdflächen der Vögel befinden.http://www.focus.de/wissen/klima/tid-14230/mythos-windkraftanlagen-toeten-massenweise-voegel_aid_398163.html, 2016.01.16 https://www.nabu.de/downloads/Endbericht-Greifvogelprojekt.pdf, 2016.01.16 Aufgrund der Nähe zum Reinheimer Teich und wegen der üppigen Wiesenflächen ist das Gebiet wichtig auch für Zugvögel, das nicht leichtfertig preisgegeben werden darf.

Vor diesem Hintergrund fordern wir, in Reinheim andere erneuerbare Energien zu fördern.

Wirtschaftsförderung / Stadtentwicklung

Zur Wirtschaftsförderung hat Reinheim bisher kein schlüssiges Konzept. Es gibt noch nicht einmal den Willen, aktiv zu werden. Wir halten das für unverantwortlich und sehen gerade hier eines der großen Defizite der bisherigen Politik, die dringend behoben werden müssen. Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung sind zentrale Aufgaben zur Zukunftssicherung aller Bürgerinnen und Bürger Reinheims.

  • Wir wollen, dass der Dialog mit dem Gewerbe, dem Einzelhandel, dem Gastgewerbe und allen anderen Unternehmen und Unternehmern intensiviert und auch vom Stadtparlament geführt wird.
  • Der neu geschaffene Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung soll sich regelmäßig mit dem Gewerbeverein und anderen Akteuren austauschen.
  • Eine zielführende und sachgerechte Wirtschaftsförderung besteht aus zweierlei:
    • Erstens aus der Pflege des Unternehmensbestandes, also der Unternehmen, die uns oft seit Jahrzehnten versorgen, in unserer Stadt Steuern zahlen und hier Arbeitsplätze schaffen. Dieses Rückgrat der Leistungsfähigkeit unserer Stadt muss stärker von der städtischen Politik profitieren. Insbesondere muss die Verwaltung endlich alle Möglichkeiten nutzen, bei der Auftragsvergabe verstärkt lokale und regionale Unternehmen zu berücksichtigen.
    • Zweitens erfordert eine gute Wirtschaftsförderung die aktive Anwerbung neuer Investoren und Firmen. Hier reicht es nicht aus, nur auf Interessenten zu warten. Vielmehr braucht Reinheim eine fundierte und nach wissenschaftlichen Methoden erstellte Standortanalyse, die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken des Standortes Reinheim erkennt und zielgerichtet weiterentwickelt.
    • Diese dauerhafte und für die Zukunft unserer Stadt existenziell wichtige Aufgabe kann nur gemeinsam mit den Verbänden und Institutionen der Wirtschaft, allen politischen Kräften und der Bürgerschaft gelingen.
  • Stadtentwicklung meint nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch die Entwicklung der Bevölkerungszahl und der sozialen Verhältnisse in einer Stadt. Zur Stadtentwicklung gehören Fragen des Städtebaus und der Verkehrspolitik genauso wie die Frage nach der kommunalen Infrastruktur und das gesellschaftliche und politische Miteinander in einer Stadt.
  • Wir wollen, dass auch die Stadt ihre Pflicht zur Ausbildung junger Menschen endlich erfüllt. Im Rathaus stehen aktuell fünf Ausbildungsplätze im Stellenplan, von denen aber nur einer besetzt ist. Einige Jahre lang wurden gar keine Plätze angeboten.
  • Vereine und Sozialverbände sind für eine Stadt von größter Bedeutung. Sie leisten wertvolle Sozialarbeit und bereichern das Leben der Menschen in Reinheim. Deshalb muss es stets eines der wichtigsten Ziele kommunaler Stadtentwicklungs- und Standortförderungspolitik sein, sie aktiv zu unterstützen. Ein reges Vereinsleben und attraktive Angebote aus den Vereinen erhöhen die Lebensqualität.
  • Feuerwehr und Rettungsdienste schützen die Menschen unserer Stadt - und schonen durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit die städtischen Finanzen. Deshalb darf hier nicht gespart werden. Sie müssen sich auf die Unterstützung der Politik stets verlassen können.

Wir sind für eine stärker konzeptionelle Herangehensweise an strukturpolitische Entscheidungen, insbesondere in Fragen der Stadtentwicklung, des Städte- und Wohnungsbaus, der Sozialentwicklung unserer Stadt, der Verkehrsentwicklung und der Stadtgestaltung. Reinheim muss endlich die großen Chancen nutzen, die die Nähe zur Wissenschaftsregion Rhein-Main-Neckar bieten, nicht zuletzt auch in kommunalpolitischen Fragen.

Die Reinheimer Kommunalpolitik muss ihre eingefahrenen Wege und Methoden, die teilweise nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind, modernisieren. Sie muss bereit sein, gute Beispiele aus anderen Kommunen als Vorbild zu nehmen und den Rat und die Expertise von Fachleuten anzunehmen und zu berücksichtigen.

Verkehr

Eine verantwortungsvolle und sichere Verkehrspolitik ist nur mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger umsetzbar. Es ist notwendig und unumgänglich, die verkehrlichen Probleme und Anregungen aller Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und in den jeweiligen Entscheidungsprozess mit einfließen zu lassen.

Wir suchen daher den Dialog mit Ihnen, beispielsweise bei Ortsterminen.

Die Umgehungsstraße hat zwar eine Entlastung gebracht. Damit wurden aber nicht alle Verkehrsprobleme gelöst und teilweise sogar geschaffen oder verstärkt. Der Durchgangsverkehr in Ost-West- oder West-Ost-Richtung auf der B 426 hat zugenommen. Die Lärmbelastung ist gestiegen und Schäden an Fahrbahnen und Gebäuden sind entstanden. Die höheren Geschwindigkeiten und die Verkehrsbelastung bedeuten eine erhöhte Gefährdung unerfahrener und unsicherer Verkehrsteilnehmer, wie von Kindern und älteren Menschen. Tempo 30http://www.mitjastachowiak.de/projects/geschwindigkeitsmessung/messungen/reinheim.html#B426Da_Fahrzeit, 2016.01.05 http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/ober-ramstadt-modautal/durch-hahn-nur-mit-30-stundenkilometern_16455307.htm, 2016.01.05 oder die Umleitung des LKW-Verkehrs aus der Stadt heraus würden mehrere Probleme gleichzeitig lösen.

Verbesserte Verkehrsplanung

Die Vielzahl der ungelösten Verkehrsfragen in Reinheim (Goethestraße, Westring, Ueberauer Straße, Darmstädter Straße, Bahnhofstraße, Schillerstraße, Kirchstraße, Erbacher Straße, Kreuzstraße, Habitzheimer Straße und und und) zeigt, dass es höchste Zeit wird für ein Gesamt-Verkehrskonzept für die ganze Stadt. Nur wenn alle Verkehrswege und alle Verkehrsarten aller Stadtteile gemeinsam betrachtet werden, können sinnvolle und dauerhafte Lösungen gefunden werden.

Ein besonders schwer zu lösender Gefahrenpunkt ist der öffentliche Verkehrsraum rund um den Bahnübergang, wo sich besonders viele Verkehrswege treffen. Hier gilt es, endlich mit einem von Fachleuten erarbeiteten Konzept dauerhafte und sichere Lösungen zu finden. Wir wollen die Verkehrsführung am Bahnübergang dem Verlauf der Bundesstraße anpassen.

Von oben, ohne Beteiligung der Anwohner und der Pendler aufgezwungene Parkverbote und Zeitparkzonen lehnen wir ab. Sie sollen sparsam nur dort eingesetzt werden, wo die Sicherheit der Menschen gefährdet ist, die Durchfahrt für Feuerwehr und Müllabfuhr nicht gewährleistet werden kann oder wo es die Sicherheit vor allem von Kindern erfordert.

In Reinheim beginnen und enden Radwege, sofern es sie überhaupt gibt, oft plötzlich. Das muss anders werden. Auch ein sicheres und schnelles Radwegenetz gehört zu einem umfassenden Verkehrskonzept. Dieses muss auch beinhalten, wie der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) z.B. durch einen Stadtbus, verkürzte Fahrzeiten oder zusätzliche Linien verbessert werden kann.

Straßen, Wege und Plätze in Reinheim sind teilweise in einem schlechten Zustand. Sie müssen barrierefrei saniert werden, ein öffentlich einsehbares Mängel- und Zustandskataster muss Grundlage für die Investitionsplanung der nächsten Jahre werden.

Eine moderne Verkehrspolitik strebt die Entwicklung der Infrastruktur hin zu einem allgemein verkehrsberuhigten Raum an, der ein angenehmes Einkaufsklima, Lärmverringerung, erhöhte Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer, Barrierefreiheit und mehr ÖPNV schafft, aber die Bedeutung des PKW-Verkehrs für viele Menschen nicht vergisst.

Finanzen und Haushalt

Der vom Magistrat vorgelegte Haushaltsentwurf für 2016 beinhaltet ein hohes Defizit, bedingt vor allem durch Einbrüche in den Gewerbesteuereinnahmen. Hier rächt sich die Abhängigkeit von einem einzigen großen Steuerzahler und das jahrzehntelange Versäumnis der unterlassenen Wirtschaftsförderungs- und Standortentwicklungspolitik.

Grundsätzlich sind wir der Ansicht, dass die Städte und Gemeinden heute unterfinanziert sind. Sie erhalten einen zu kleinen Teil des staatlichen Finanz-"Kuchens", wodurch sie ihre Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen können. Wir werden deshalb alle Initiativen unterstützen, die eine bessere Finanzausstattung aller Kommunen zum Ziel haben.

Für uns als Reinheimer Kreis ist es wichtigstes finanzpolitisches Ziel, die Handlungsfähigkeit von Parlament und Bürgermeister durch ausgeglichene Haushalte zu erhalten. Wir sind gegen unnötige Schulden und für eine kluge mittelfristige Haushaltsplanung, die bedenkt, dass Investitionen zwar einerseits unsere Lebensqualität verbessern, andererseits aber auch Lasten für die kommenden Jahre mit sich bringen. Wir stehen für eine verantwortliche Finanzpolitik, die auch Schuldenhaushalte der Zukunft schon heute vermeiden helfen will.

Einsparungen lehnen wir im Sozialbereich und im Bereich der Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung ab. Wir wollen keine Erhöhung von Kindergartengebühren, denn Kinder und Familien sind unsere Zukunft. Sie müssen wir unterstützen.

Eine Anhebung von Steuern und Abgaben werden wir nur dann akzeptieren, wenn sie maßvoll geschieht und nicht zu vermeiden ist. Wir sind gegen Straßenbeiträge, weil diese in hohem Maße ungerecht sind und wir keine zusätzliche Belastung der Bürgerinnen und Bürger wollen.http://www.op-online.de/hessen/eine-frage-gerechtigkeit-448330.html, 2016.01.17

Am 06. März 2016 LISTE 8 Reinheimer Kreis wählen!

Wenn Sie wollen,
  • dass Ihre Stimme gehört wird,
  • dass sich Reinheim weiterentwickelt,
  • dass Reinheim eine starke Stadtverordnetenversammlung bekommt,
  • dass erhalten bleibt, was wir schon in kurzer Zeit in Sozialpolitik, Bürgerbeteiligung und Demokratisierung, Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Finanzen erreicht haben,
  • dass Reinheim seine großen Chancen besser nutzt,
dann wählen Sie am 6. März 2016 die LISTE 8: Reinheimer Kreis!

Wir würden sehr gerne mit Ihnen gemeinsam die Zukunft unserer Stadt gestalten - in menschlicher, fairer, transparenter und offener Weise.